Tage Alter Musik Regensburg 2025 48 Zum Jubiläum gönnten die Festivalmacher sich ein noch üppigeres und gehaltvolleres Programmbuch als in den Jahren zuvor. Ansonsten blieb aber alles beim Alten, was in diesem Fall ein gutes Zeichen ist. Das Konzept, am langen Pfingstwochenende in historisch-atmosphärisch herausragenden Spielstätten „einfach“ 16 hochkarätige Konzerte und ein umfangreiches Begleitprogramm zu präsentieren, hat nichts von seiner Überzeugungskraft verloren. Der Beweis: Alles restlos ausverkauft. Stimmiger als mit dem Eröffnungskonzert hätte es kaum losgehen können. Nachdem sich ein Symposiummit dem vor 500 Jahren geborenen Giovanni Pierluigi da Palestrina wissenschaftlich beschäftigt hatte, wurden wir Zeugen, wie sich eine ganz besondere Aufführungspraxis über die Jahrhunderte erhalten und weiterentwickelt hat: Die Regensburger Domspatzen (die in diesem Jahr 1050 Jahre ihres Bestehens feiern) zelebrierten in „ihrem“ Dom St. Peter diverse Palestrina-Motetten zusammen mit Werken seiner Zeitgenossen und damit einen Kernbestand ihres Repertoires für den liturgischen Dienst. Klangmächtig unterstützt von den Bläsern des Ensembles La Cetra Basel ließen die Knaben und jungen Männer die polyphonen Linien wie selbstverständlich ausschwingen. Der mächtigen Akustik angemessen, dominierten die weiten, homogenen Bögen, ein Gefühl von Zeitlosigkeit breitete sich aus. Den direkten Vergleich mit einem moderneren (und damit authentischeren?) Zugriff konnte man 24 Stunden später mit dem Tenebrae Choir unter der Leitung von Nigel Short ziehen. Der mit bewährter Makellonmz eue usikzeitung Autor: Juan Martin Koch // 11. Juni 2025 Brillant, unterhaltsam, paradiesisch: Zur 40. Ausgabe der Tage Alter Musik Regensburg Zum 40. Mal fanden in Regensburg die 1984 gegründeten Tage Alter Musik statt. Wenn man dieses sensationell erfolgreiche Festival zum Maßstab nimmt, ist die Szene nach wie vor bestens aufgestellt Schacht-Konzert für drei Oboen: Xenia Löffler, Alfredo Bernardini, Michael Bosch und die Batzdorfer Hofkapelle Dorothee Mields und Hana Blažiková begeisterten mit Strozzi
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